Gruß an die Kumpels in Chile, USA, Ukraine, Bolivien, Südafrika, Polen, Rumänien,…

Während im Wall Street Journal die Rettung von 33 Arbeitern, die für 69 Tage im Schacht einer eingestürzten Kupfermine verschüttet waren, als Mirakel  des freien und globalisierten Kapitalismus abgefeiert wurde, habe ich am Tag der Rettung der chilenischen Kumpels versucht, meine Empfindungen in einem Grußwort an die Minenarbeiter in Chile und anderswo, die täglich ihrer gefährlichen und schlecht bezahlten Beschäftigung nachgehen, in Worte zu fassen.

Mein heutiger Gruß geht an die Kumpels in Chile, USA, Ukraine, Bolivien, Südafrika, Polen, Rumänien, und anderswo.

Sie dürfen heute, so wie an anderen Tagen auch, für wenig Lohn in den Schacht einfahren, um ihrer Kräfte zehrenden und gefährlichen Tätigkeit als Lohnsklaven nachkommen zu können, damit auch in Zukunft die Milliardäre in den Wohlstandsinseln in Saus und Braus leben können und die Aktienbörsen bald wieder ein neues Kursfeuerwerk erleben.

Sie gehören, so wie ich einer Klasse an, deren Schicksal darin besteht, ihre Arbeitskraft verkaufen zu müssen, um leben zu können.

Ob ihnen beim nächsten großen Streik oder Arbeiteraufstand die gleiche Emphatie durch den Mob der großen Medienanstalten, Politiker und Arbeiteraristokraten entgegenschlägt, wie angesichts der Rettung einiger Kumpel, die von der sensationsgeilen Presse als „modernes Wunder“ abgefeiert wird ist mehr als fraglich. Eher ist zu erwarten, dass sie durch Sondereinheiten der Polizei oder des Militärs verprügelt oder gar zusammengeschossen werden, wie in den vergangenen 200 Jahren kapitalistischer Ausbeutung.

Erst an dem Tag, an dem sie im Bewusstsein ihrer Geschichte und ihrer historischen Mission, den ganzen Überbau, der sich auf ihren Schultern festgesetzt hat, abschütteln und selbst den Gang der Geschichte bestimmen, ist das Ende dieser „modernen“ Form der Sklaverei, der Lohnsklaverei, angebrochen. Das ist der Weg von der „Klasse an sich, zur Klasse für sich“, wie Marx das nennt und schließlich zur klassenlosen Gesellschaft. An Tagen wie heute, da die Bourgeoisie von „Wundern“ schwätzt, darf auch das Proletariat einmal träumen. Dass die Utopie zur Wirklichkeit werde. Der Kampf dafür hat nicht erst heute begonnen. Er tobt seit Jahrzehnten und findet in Zyklen statt. Heute stehen wir am Beginn einer neuen großen Welle erbitterter Klassenschlachten, die sich rund um den Erdball entfalten. Die weltweite Krise des Kapitalismus nimmt bereits heute rund einer Millarde Menschen, d.i. ein Sechstel der Menschheit, jede Luft zum Atmen und drückt sie unter das Existenzminimum.

Die Kumpels in Chile, USA, Ukraine, Bolivien, Südafrika, Polen, Rumänien, u.a., die heute gegen Hungerlöhne für todbringende Arbeit kämpfen, sie sind das Salz dieser Erde, die Bannerträger der Zukunft einer befreiten Menschheit!

 

Genosse Lenin reinigt die Welt von Unrat!

 

Ihr Kampf ist gerecht!

Sie werden gewinnen!

Einer der Pioniere dieses Kampfes in den 80er Jahren des XX.Jahrhunderts war Arthur Scargill. Die Internationale des Kapitals unter Führung der englischen Torries und der Fleet Street Presse, schüttete Kübel von Hass über diesen Vorkämpfer der britischen Miners und bekämpfte ihn und seine Kumpel bis auf’s Messer.

Heute brauchen wir viele Arthur Scargills auf allen fünf Kontinenten.

Salute Camaradas!

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Eine Antwort zu Gruß an die Kumpels in Chile, USA, Ukraine, Bolivien, Südafrika, Polen, Rumänien,…

  1. Daisy schreibt:

    Man kann sich wirklich kaum vorstellen, wie schwer die Arbeit als Bergarbeiter sein muss. Mein Opa war selbst Bergmann und hat viele Unfälle miterlebt, von denen er meiner Oma natürlich nie erzählte. Zum Glück wurde er nie verschüttet.

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