Bundespräsident Gauck und Merkel-Regierung suchen die Konfrontation mit der Ukraine

Erinnern wir uns:

Rodina-mat-Statue in Kiew

In der NS-Konzeption vom „deutschen Lebensraum im Osten“ war vorgesehen, im Zuge der nächsten zwanzig Jahre auf dem Gebiet der Ukraine 20 Millionen Deutsche anzusiedeln. Die Ukraine sollte für das Deutsche Reich die Rolle einer Kolonie spielen, die ökonomisch rücksichtslos ausgeplündert werden sollte („Deutsche Kornkammer“). Ohne Rücksicht auf die hungernde Bevölkerung wurde seit dem Winter 1941/1942 Getreide, Milch und Fleisch auf dem Land requiriert und nach Deutschland geschafft. Ende 1941 stand den Bewohnern Kiews nur noch 30% der als Existenzminimum geltenden Lebensmittelmenge zur Verfügung. Mehr als eine Million Ukrainer, vor allem junge Frauen, wurde zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Alle gesellschaftlichen Organisationen, vom Sportverein bis zum Roten Kreuz, wurden aufgelöst. Ab Januar 1942 wurden alle Schulen ab der vierten Klasse aufwärts geschlossen. Bücher und Zeitschriften wurden nicht zum Druck zugelassen, die wenigen erscheinenden Zeitungen unterlagen einer strengen Zensur und durften nur die Bedürfnisse der Besatzer bedienende Artikel abdrucken. Nach Sabotageaktionen gab es massenhafte öffentliche Geiselerschießungen.

Im Rahmen von „Vergeltungsaktionen“ wurden 250 Ortschaften in der Ukraine vollständig zerstört. In dem nationalsozialistischen Konzept sollten Ukrainerinnen und Ukrainer der „deutschen Herrenrasse“ dienen und die Juden vernichtet werden. Mit den Einsatzgruppen, die hinter der Wehrmacht nachrückten, begannen die massenhaften Erschießungen von Juden. Bei einem der berüchtigsten Massaker wurden am 29./30. September 1941 mehr als 33.000 jüdische Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Kiew in der Schlucht Babij Jar ermordet. In den Monaten darauf wurden dort weiter regelmäßig Massenerschießungen durchgeführt, so dass von 100.000 Toten ausgegangen werden muss. Weiteren Erschießungen fielen darüber hinaus vor allem Kommunistinnen und Kommunisten zum Opfer. In den circa 180 Todeslagern, die sich auf dem Terrain der Ukraine befanden, kamen an die 1,4 Millionen sowjetischer Kriegsgefangener ums Leben. Nach dem Tod vieler, inzwischen ghettoisierter Juden durch Hunger und brutale Zwangsarbeit, wurde der überwältigende Teil der ukrainischen Juden sowie der in die Ukraine 1939 geflüchteten Juden aus westlichen Ländern 1942/1943 im Vernichtungslager der „Aktion Reinhard“ Belzec (Ostpolen) vergast oder direkt vor Ort, wie beispielsweise in Wolhynien, erschossen. Durch den deutschen Terror wurden rund 16% der in der Ukraine lebenden Bevölkerung ausgerottet.

Maria Smirnova, Heldin der Sowjetunion. Flog mehr als 1000 Einsätze gegen die faschistischen deutschen Okkupanten.

Es folgt eine (unvollständige) Aufstellung über faschistischen deutschen Terror in der Ukraine:

  • Am 23. September 1942 erschossen deutsche Okkupanten im ukrainischen Dorf Kortelisy und in 20 anderen Dörfern 2.875 Zivilisten.
    In der zweiten März Hälfte 1943 erschossen deutsche Okkupanten 2.500 Zivilisten aus Charkow im Dorf Kurjasch.
    In Minsk wurden am 18-19 November 1.500 Zivilisten vergiftet, die für den Arbeitseinsatz in Deutschland untauglich waren.
    Am 19. Oktober 1943 haben Deutsche drei ukrainische Dörfer abgebrannt (Wdowin Hutor, Leninskij und Djjaki) und dort 1.070 Zivilisten erschossen und verbrannt.
    In Lesnaja in Weißrussland wurden Ende Oktober 900 Menschen erschossen, die für den Arbeitseinsatz im Reich nicht tauglich waren.
    In Borisow (Weißrussland) wurden 840 Zivilisten, die in Deutschland nicht arbeiten konnten, erschossen.
    Am 22. September 1942 wurden im weißrussichen Dorf Borky 705 Zivilisten erschossen (203 Männer, 372 Frauen und 130 Kinder).
    Im Dorf Lykowo des Orjoler Gebiets wurden beim Rückzug 1942 680 Zivilisten erschossen.
    Im weißrussischen Dorf Malin verbrannten und erschossen Deutsche an einem Tag 603 Menschen.
    Am 11. April 1944 erschossen deutsche Truppen auf der Krim in der Stadt Stary Krim 594 Menschen.
    Auf der Krim wurden auch beim Rückzug 1944 500 Zivilisten aus Adschim-Uschkaj erschossen.
    Am 9. April 1944 beim Rückzug erschossen Deutsche in 2 Dörfern des Odessaer Gebiets 400 Zivilisten.
    Am 22. November 1941 sagte Kiews Kommandant Eberhardt, dass 400 Männer erschossen wurden, weil die Verbindung (Telefon, Kabel) immer gestört wurden.
    Im ukrainischen Ort Chartorijsk wurden 400 Zivilisten gezwungen deutsche Verteidigungslinien zu bauen und wurden nachher erschossen.
    Im ukrainischen Dorf Boljschaja Obuhowka wurden in 2 Tagen 370 Zivilisten erschossen.
    In 3 Dörfern des Kalininer Gebiets wurden beim Rückzug 301 Zivilisten erschossen und verbrannt.
    Im Oktober wurden 300 Zivilisten aus Simferopol erschossen.
    Im Dorf Boljschaja Gomoljscha wurden beim Rückzug 300 Zivilisten umgebracht.
    Am 27. November 1943 wurden im russischen Dorf Krasuha 280 Zivilisten verbrannt.
    Im Dorf Leninzy des Smolensker Gebiets wurden 270 Zivilisten erschossen und verbrannt.
    Im ukrainischen Dorf Rakitnoe im Dezember 1942 274 Menschen umgebracht.
    Im Dezember 1942 wurden im ukrainischen Dorf Mochalische 267 Menschen verbrannt.
    Im ukrainischen Dorf Ozerjany wurden am 19. März 1943 267 Menschen verbrannt.
    Am 20. Mai 1943 wurden im weißrussischen Dorf Matrenowka 253 Menschen verbrannt.
    In der ukrainischen Stadt Belaja Zerkowj wurden im Januar 1944 250 Menschen verbrannt.
    Im weißrussischen Dorf Serniki erschossen deutsche Okkupanten 250 Menschen.
    Im Invalidenhaus des Leningrader Gebiets wurden 244 Frauen von der Gestapo erschossen.
    Im März 1943 beim Rückzug wurden im Dorf Drachewo 200 Menschen lebendig verbrannt.
    Im Dorf Boljschaja Bereska wurden 150 Zivilisten erstochen oder zu Tode geschlagen. 11 Kinder im Alter von 12-13 wurden lebendig begraben.
    Im Dorf Beresowka des Kursker Gebiets wurden 150 Zivilisten erschossen.
    Bei Kiew (Babin Jar) wurden am 29-30 September 33.771 Juden erschossen und am 1. 2. 8. und 11. Oktober desselben Jahres noch 17.000.
    Im Rumbuler Wald bei Riga wurden am 30. November und 8. Dezember 1941 25.000 Juden aus Riga umgebracht.
    Am 28-31 August 1941 in Kamenez-Podolsk erschossen deutsche Okkupanten 23.600 Juden.
    In der zweiten September Hälfte 22.464 Juden aus Herson und Nikolaew.
    In Witebsk am 2-12. Oktober, 6-8 November und am 19. Dezember 20.000 Juden.
    Am 7. November fast 20.000 Juden aus Bobrujsk.
    Am 5-6 November 1941 erschossen die Hitlerbanditen 17.500 Juden aus Rowno.
    Am 15-18 Oktober 1942 wurden 17.000 Juden aus Brest erschossen.
    Am 29 Oktober – 1 November 1942 wurden in Pinsk 17.000 Juden umgebracht.
    Am 26 Dezember in Charkow 15.000 Juden.
    Am 15. September 15.000 Juden aus Berditschew.
    Am 13. Oktober 11.000 Juden in Dnepropetrowsk.
    In Mogilew wurden im September-Oktober 10.000 Juden erschossen.
    In Minsk am 28. Juli 1942 10.000 Sowjetbürger jüdischer Herkunft.
    Am 20. Oktober 8.000 Juden aus Borisow.
    Am 20-30. Oktober 8.000 Juden in Mariupol.
    In Krementschug vom 29 Oktober bis zum 7 November 7.000 Juden.
    Anfang Januar 1942 wurden in Artemowsk 3.000 Juden lebendig eingemauert.
    Am 21. August 1942 wurden in Krasnodar 3.000 Juden erschossen.
    Am 6-7 Dezember 1941 3.000 Juden in Brjansk.
    Am 15-16 Juli 1942 2.000 Juden in Smolensk.
    Am 26. Oktober 1941 1.800 Juden in Taganrog.
    Am 5. Februar 1942 1.700 Juden in Belgorod.
    Am 6. April 1942 wurden 1.600 Juden in Pirjatin erschossen.
    Am 23. November 1941 1.538 Juden in Poltawa.
    Am 7. August 1941 1.500 Juden in Tiraspol.
    Am 12. Juli 1941 1.500 Juden in Sewastopol.

Es stellt sich angesichts dieser ungeheuerlichen Verbrechen die Frage, woher die Erben der Nazi-Verbrecher heute die Dreistigkeit besitzen, gegenüber der Ukraine und anderen europäischen Ländern als „Freiheits- und Demokratielehrer“ oder gelegentlich auch als Zuchtmeister aufzutreten. Sollten sie nicht froh sein, dass sie in Europa geduldet werden und einige sogar mit ihnen Fußball spielen wollen?

 

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