Vor 70 Jahren: ROTE ARMEE gewinnt die Schlacht um den Kaukasus

4RIA-178221-PreviewFlaggen auf Elbrus-Doppelgipfel

Vor 70 Jahren, am 13. und 17. Februar 1943, erstiegen während der Schlacht um den Kaukasus sowjetische Militäralpinisten den Doppelgipfel des Elbrus. Sie warfen die hitlerdeutschen Standarten herunter, die zuvor Angehörige der Gebirgsdivision „Edelweiß“ dort gehisst hatten. Auf den beiden höchsten Gipfeln Europas wurden erneut die Staatsflaggen der UdSSR gehisst.

Im Frühjahr 1942, nachdem es Hitler nicht gelungen war, Moskau einzunehmen, konzentrierte er seine Aufmerksamkeit auf die Südflanke der sowjetisch-deutschen Front. Es entbrannte die erbitterte Schlacht um den Kaukasus. Der Führer strebte zu den Erdölvorräten, bemerkt der Experte des Instituts für allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, Michail Mjagkow.

„Hätte er die Erdölquellen des Kaukasus – Baku und Grosny – besetzt, so hätte Hitler einen Kampf zur Auszehrung des Gegners, den für zehn Jahre berechneten totalen Krieg, führen können. Im August-September 1942 befand sich die Heeresgruppe A unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls List zusammen mit rumänischen Truppen auf dem Vormarsch in das Kaukasusvorland. Zu ihr gehörte die Eliteeinheit ‚Edelweiß‘, die den deutschen und rumänischen Truppen helfen sollte, die Gebirgspässe der Kaukasus-Gebirgskette zu bezwingen. Der Kampf um die Pässe – um Malgobek, Mosdok und Wladikawkas – verwandelte sich im Grunde genommen in ‚kleine Stalingrads‘ in der Kaukasus-Richtung.“

Im August 1942 teilte der Berliner Rundfunk mit, die Flagge Großdeutschlands wehe stolz auf dem höchsten Gipfel des Kaukasus. Dieses Symbol der Tapferkeit der deutschen Waffen hissten auf dem Elbrus Angehörige der Gebirgsdivision „Edelweiß“. Die Goebbels-Propaganda stellte das als einen großen Sieg und als einen Fall der ganzen Kaukasusregion dar. Aber das war eine weitere Illusion. Ende Dezember 1942 ging die Rote Armee mit Unterstützung ihrer Luftstreitkräfte zu einer stürmischen Gegenoffensive über. Schon bald begann sich der Einkesselungsring um die Heeresgruppe A zu schließen. Um einer vernichtenden Niederlage zu entgehen, sahen sich die Nazis gezwungen, sich aus dem Kaukasusvorland zurückzuziehen. Am 4. Februar 1943 erhielt die alpine Abteilung der Einsatzkräfte der Sowjetarmee der Transkaukasusfront einen Sonderauftrag des Befehlshabers. Sie wurde beauftragt, die Stützpunkte der ehemaligen Befestigungen des Gegners auf dem Elbrus zu untersuchen, die nazistischen Wimpel von den Gipfeln zu entfernen und dort die sowjetischen Flaggen zu hissen. Den Einsatz leitete der Meister des Sports Hauptmann Alexander Gussjew. Zwanzig Mann machten sich zu drei Zielen auf den Weg, erzählt die Mitarbeiterin des Museums der Hochschule für Körperkultur und Sport, Irina Didigurija.

„Sie hatten keinerlei Spezialkleidung. Sie besaßen die standartmäßige Alpinisten-Ausrüstung: Alpenstöcke, Steigeisen. Sie trugen Wattejacken und waren mit Maschinenpistolen bewaffnet. Der Aufstieg nahm mehrere Tage in Anspruch, denn die ‚Herberge der 11‘, die vor dem Krieg hoch in den Bergen existierte, war zerstört. Das heißt, sie mussten alles mit sich führen.“

Weder Schneefall noch der schneidende Wind konnten den Aufstieg stören. Der 5.642 Meter hohe Westgipfel des Elbrus wurde am 13. Februar bezwungen. Der Ostgipfel (5421 Meter) – vier Tage später. Auf beiden Gipfeln wurde die Staatsflagge der UdSSR gehisst. Nach dem Krieg wurden auf vielen Pässen in der Nähe des Elbrus Denkmäler und Obelisken zu Ehren der heldenhaften Kaukasus-Verteidiger errichtet, die hier die gelobten Gebirgsjäger der deutschen Division „Edelweiß“ zerschlagen hatten.

Quelle: Stimme Russlands

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