Fidel Castro warnt: „Die Pflicht, einen Krieg in Korea zu verhindern“

734459_497542746972941_689395228_nIn seiner jüngsten Reflexion warnt der Genosse Fidel Castro Ruz vor den Gefahren eines Atomkrieges auf der Koreanischen Halbinsel. „Es geht um eines der größten Risiken eines Atomkrieges nach der Oktober-Krise um Kuba des Jahres 1962, vor 50 Jahren.“ – so Fidel. Und weiter: „… es wäre nicht richtig zu vergessen, dass ein solcher Krieg auf schwerwiegende Weise mehr als 70 Prozent der Bevölkerung des Planeten betreffen würde.“ – Er appelliert daher an alle Seiten, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und einen erneuten Krieg in Korea zu verhindern. Wir dokumentieren hier die Erklärung Fidels im Wortlaut, wie sie in der „Granma-Internacional“ erschien:

REFLEXIONEN DES GENOSSEN FIDEL

Die Pflicht, einen Krieg in Korea zu verhindern

Vor einigen Tagen habe ich mich auf die großen Herausforderungen bezogen, denen die Menschheit heute gegenübersteht. Das intelligente Leben ist auf unserem Planeten vor etwa 200.000 Jahren aufgetaucht, vorbehaltlich neuer Erkenntnisse, die etwas anderes zeigen. Das Vorhandensein intelligenten Lebens ist nicht zu verwechseln mit dem Vorhandensein des Lebens, das seit seinen elementaren Formen in unserem Sonnensystem vor Millionen von Jahren entstanden ist.

Es existiert eine praktisch unendliche Zahl von Lebensformen. In der hochentwickelten Arbeit der hervorragendsten Wissenschaftler der Welt entstand schon die Idee, die Töne nachzubilden, die dem Big Bang folgten, der großen Explosion, die vor über 13,7 Milliarden Jahren stattgefunden hat.

Diese Einführung wäre zu ausführlich, ginge es nicht darum, die Schwere eines so unglaublichen und absurden Umstandes zu erklären, wie ihn die in der Halbinsel von Korea geschaffene Lage darstellt, in einem geografischen Gebiet, wo sich fast fünf von den sieben Milliarden Menschen konzentrieren, die in diesem Augenblick den Planeten bewohnen.

Es geht um eines der größten Risiken eines Atomkrieges nach der Oktober-Krise um Kuba des Jahres 1962, vor 50 Jahren.

Im Jahr 1950 brach in dort (in Korea) ein Krieg aus, der Millionen von Leben gekostet hat. Es waren kaum fünf Jahre vergangen, dass zwei Atombomben über den wehrlosen Städten Hiroshima und Nagasaki explodiert waren, die innerhalb von Minuten Hunderttausende Personen töteten und verstrahlten.

Auf der koreanischen Halbinsel wollte General Douglas MacArthur die Atomwaffen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea einsetzen. Nicht einmal Harry Truman erlaubte es ihm.

Wie bestätigt wurde, hat die Volksrepublik China eine Million tapfere Soldaten verloren um zu verhindern, dass sich ein feindliches Heer an der Grenze dieses Landes mit seinem Vaterland festsetzt. Die UdSSR hat ihrerseits Waffen, Luftunterstützung, technologische und wirtschaftliche Hilfe geliefert.

Ich hatte die Ehre, Kim Il Sung, eine historische, außerordentlich tapfere und revolutionäre Persönlichkeit, zu kennen.

Wenn dort ein Krieg entfesselt wird, werden die Völker beider Teile der Halbinsel auf schreckliche Weise geopfert werden, ohne irgendeinen Nutzen für eine der Seiten. Die Demokratische Volksrepublik Korea war immer freundschaftlich zu Kuba, wie Kuba es immer mit ihr war und sein wird.

Jetzt, wo sie ihre technischen und wissenschaftlichen Fortschritte gezeigt hat, erinnern wir sie an ihre Pflichten den Ländern gegenüber, die ihre großen Freunde waren, und es wäre nicht richtig zu vergessen, dass ein solcher Krieg auf schwerwiegende Weise mehr als 70 Prozent der Bevölkerung des Planeten betreffen würde.

Wenn dort ein Konflikt dieser Beschaffenheit explodieren würde, würde die Regierung von Barack Obama in seiner zweiten Amtszeit von einer Sintflut von Bildern begraben werden, die ihn als die unheilvollste Persönlichkeit der Geschichte der Vereinigten Staaten zeigen würden. Die Pflicht, dies zu vermeiden, ist auch seine und die des Volkes der Vereinigten Staaten.



Fidel Castro Ruz
4. April 2013

23.12 Uhr

(Entnommen aus Cubadebate)

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