Die faschistische »Neuordnung« der Sowjetunion

Im 70. Jahr der Befreiung Europas vom Joch der faschistischen Barbarei des deutschen Nationalsozialismus, sind in führenden Staaten der NATO und EU Bestrebungen zur Umschreibung der Geschichte, verbunden mit einer maßlosen Hetze gegen Russland,  unübersehbar. In Deutschland wird der neue Geschichtsrevisionismus direkt aus der Staatsspitze heraus gefördert.

Der deutsche Bundespräsident Gauck, der einer 150-prozentigen Nazi-Familie entstammt, nutzte bereits die Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, um massiv gegen Russland Stimmung zu machen und das Gedenken an die NS-Verbrechen in einen Appell zum Schulterschluss gegen Russland zu transformieren. In seinen Memoiren äußert er über die Soldaten der Roten Armee, die Deutschland befreiten, sie seien Wesen „mit asiatischen Gesichtszügen“, die „nach Wodka“ gerochen sowie „requiriert und geklaut“ hätten. Er fordert allen Ernstes Russland zur „Aufarbeitung seiner Schuld am Zweiten Weltkrieg“ auf. Infamer geht es wohl kaum!

Ostern 1943: Mutter, Schwester Marianne und Joachim Gauck zu Besuch beim Nazi-Vater in Adlershorst bei Gdingen im besetzten Polen. Quelle: Die-privaten-Bilder-des-Joachim-Gauck in Springers Welt

Ostern 1943: Mutter, Schwester Marianne und Joachim Gauck zu Besuch beim Nazi-Vater in Adlershorst bei Gdingen im besetzten Polen. Quelle: Die-privaten-Bilder-des-Joachim-Gauck in Springers Welt

Die Bundeskanzlerin empfängt indessen in Berlin den Ministerpräsidenten des halbfaschistischen, von den USA/EU und der NATO gesponserten, Kiew-Regimes, in dem die Kollaborateure des Nazi-Regimes öffentlich als Helden gefeiert werden, das einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt, mit allen Ehren. Aus lauter Dankbarkeit entbietet der den Deutschen dann seine bizarre Sicht auf die Geschichte, in der die Deutschen Opfer eines sowjetischen Einmarsches waren. Kein Wort des Widerspruchs von der Kanzlerin oder den führenden Organen der bundesdeutschen Presse. Statt dessen viel Lob und ein Blanko-Scheck über mehr als 2 Milliarden Euro für diesen Irren aus Kiew, damit er den Krieg gegen sein eigenes Volk weiterführen kann.

Allein diese Ereignisse der vergangenen Wochen machen es notwendig, einmal mehr auf die ungeheuerlichen Verbrechen der deutschen Nazi-Wehrmacht hinzuweisen, die sie nach dem heimtückischen Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 in den von ihr besetzten Gebieten begangen hat. Es gilt dem Geschichtsrevisionismus entgegen zu wirken, der offensichtlich das Ziel hat, angesichts der schwersten Krise, in der sich die kapitalistische Welt seit 1945 befindet, den Faschismus als eine denkbare Krisenlösungsstrategie wieder hoffähig zu machen und Europa erneut in einen Krieg gegen Russland zu stürzen. Lassen wir das nicht zu und versperren ihnen diesen Weg – das sind wir den 27 Millionen, von den Nazi-Schergen ermordeten Sowjetbürgern schuldig!

Der nachfolgende Text stammt aus dem sowjetischen Buch Der große Vaterländische Krieg der Sowjetunion, dass 1947 im SWA-Verlag/Berlin als 4. Band in der Reihe “Das Sowjetland” erschienen ist. 

Die faschistische »Neuordnung«

Überall, wo die deutschen Faschisten hinkamen, legten sie der Bevölkerung ein Joch auf, das schwerer als das der Mon­golen war. Selbst bei den Barbarenüberfällen auf Russland vor vielen Jahrhunderten hatte es keine derartige Ausrottung von Menschen und eine derartig systematische Plünderung gegeben. »Wir brauchen Russland ohne die Russen«, erklärten die Nazis. Dieses Menschenfresserprogramm begannen sie in den von ihnen besetzten Gebieten in die Tat umzusetzen.
Städte und Dörfer wurden buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. Die deutschen Faschisten haben 1710 Städte und über 70000 Dörfer vollständig oder teilweise zerstört und niedergebrannt, über 6 Millionen Wohnhäuser vernichtet. 25 Millionen Sowjetmenschen blieben obdachlos.

Dorf
In den vorübergehend besetzten Gebieten und Republiken der Sowjetunion schafften die Hitlerräuber die vom Volke in der Oktoberrevolution erkämpfte Freiheit und Unabhän­gigkeit wieder ab. Das eroberte Gebiet wurde von den Faschisten in eine Kolonie verwandelt. Überall wurde die sowjetische Verwaltung vernichtet. An die Spitze der besetz­ten Republiken und Gebiete wurden nazistische Statthalter gestellt. Die nazistischen Kommandanten hatten über das Leben der Bevölkerung zu bestimmen. Wer die Anordnungen des faschistischen Eroberers nicht unverzüglich befolgte, wurde mit dem Tode bestraft. Alle Nazibefehle schlossen unvermeidlich mit der gleichen Androhung der Todesstrafe ab. Die faschistischen Henker erschossen, verbrannten und henkten die Sowjetmenschen zu Tausenden.

Galgen
Die Hitlerleute schafften das in der Stalinschen Verfassung verankerte Recht des Sowjetmenschen auf Arbeit ab. Die sowjetische Industrie wurde vernichtet. Die Nazis zerstörten 31850 Betriebe, in denen etwa 4 Millionen Arbeiter beschäf­tigt waren. Die Ausrüstungen von Werken und Fabriken, die nicht mehr hatten verlagert werden können, wurden von den Deutschen nach Deutschland abtransportiert. Allein an Werkbänken zur Metallbearbeitung vernichteten oder ver­schleppten sie 175000 Stück.
Die Nazis trieben die Sowjetbauern von ihrem Boden und verteilten diesen an ihre Offiziere und Soldaten. Die Kollektivwirtschaften wurden vernichtet. Nach bei weitem nicht voll­ständigen Angaben betragen allein die Verluste durch un­mittelbare Vernichtung des Eigentums von Bürgern, Kollek­tivwirtschaften, gesellschaftlichen Organisationen sowie staat­lichen Ämtern und Betrieben insgesamt 679 Milliarden Rubel. Auf dem sowjetischen Boden erschienen deutsche Guts­besitzer und Großbauern. Die Nazis vertrieben die Kollektiv­bauern von ihrem Boden und zwangen sie, für die faschisti­schen Sklavenhalter zu arbeiten oder trieben sie zur Zwangs­arbeit nach Deutschland. Wer Widerstand leistete oder seine Unzufriedenheit äußerte, wurde ausgerottet.
Die Sowjetmenschen mussten Nummernschilder am Halse tragen. Sie wurden nach ihren Nummern zum Ausheben von Schützengräben oder zur Arbeit auf den Gütern der Junker aufgerufen. Hunderttausende von Russen, Ukrainern, Bjelorussen, Litauern, Letten, Moldauern und Esten, die zur Zwangsarbeit weggetrieben worden waren, arbeiteten wie Sklaven, nicht selten in Fesseln. Die deutschen Behörden ver­öffentlichten eine besondere Anweisung, wie man die Sowjet­menschen zu behandeln hat:
»Deutscher! Um die Produktivität der deutschen Betriebe zu steigern, wurde es notwendig, Arbeiter aus Sowjetrussland herzuschaffen. Zeige ihnen stets, dass du ihr Herr bist. .. Zeige den russischen und ukrainischen Arbeitern stets, dass du ihnen überlegen bist.«
Millionen von Sowjetmenschen kamen vor Hunger oder übermäßiger Arbeit für die faschistischen Sklavenhalter um.
Die Nazis schafften das vom Sowjetvolk erkämpfte und in der Stalinschen Verfassung niedergeschriebene Recht auf Bil­dung ab. Sie lösten die Hochschulen und Schulen auf, brann­ten Bibliotheken, Klubs und Lesehallen nieder. Von ins­gesamt 992 Museen zerstörten die Hitlerleute 427.
Die Hitlerbanditen verhöhnten die Ehre und den National­stolz des russischen Menschen. Sie beraubten ihn seiner geistigen Schätze und waren bestrebt, die Sowjetmenschen zu versklaven und zu germanisieren. Die Hitlerleute zerstörten die Denkmäler Schewtschenkos, des großen Kämpfers um die Freiheit des ukrainischen Volkes. Sie plünderten das Häuschen des großen russischen Komponisten Tschajkowskij in Klin aus und brannten das Gedenkhaus des großen rus­sischen Schriftstellers Tschechow in Taganrog nieder. Sie schändeten eine der ganzen Menschheit heilige Gedenkstätte: das Gutshaus von L. N. Tolstoi in Jasnaja Poljana.

Istra
Die von den Besatzungsbehörden und Truppenteilen be­gangenen Bestialitäten wurden auf Befehl der deutschen Regierung und des deutschen Oberkommandos nach vorher ausgearbeiteten Plänen verübt.
In offiziellen Befehlen wurde das Plündern von den faschistischen Generälen offen gefördert. Den regulären Trup­penteilen wurden besondere Waggons zur Verfügung gestellt, damit die Soldaten das Beutegut ins Hinterland schicken konnten.
In dem deutschen »Merkblatt über das Beutegut und über die bei der Bevölkerung beschlagnahmten Lebensmittel« für die Truppen heißt es:
»Für jeden Truppenteil muss es das höchste Gebot sein, alle örtlichen Hilfsquellen höchstmöglich auszunutzen . . . Die Einziehung oder die Beschlagnahme von Lebensmitteln oder Rohstoffen bei der Bevölkerung kann auf Befehl der Kom­panieführer und ihnen gleichgestellten und darüber erfolgen. Die Beschlagnahme muss planmäßig erfolgen. Die Beute kommt jenem Truppenteil zugute, der die Beschlagnahme durchgeführt hat.«
Das war die »Neuordnung«, die von den nazistischen Kannibalen in dem vorübergehend besetzten Sowjetgebiet eingeführt wurde.
Der Qualm der Brandstätten legte sich über die Städte und Dörfer. Ein Stöhnen ging durch die verwüsteten Gebiete.

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