Klaus Hesse: Leipzig nach dem 2. Weltkrieg (1945-49)

Sascha's Welt

I. WIEDERAUFBAU UND ANTIFASCHISTISCH-DEMOKRATISCHE ORDNUNG

Auch Leipzig hatte im Ergebnis der von August 1942 bis April 1945 anhaltenden Luftangriffe erhebliche Verluste zu verzeichnen: Die Zahl der amtlich gemeldeten 5.102 Todesopfer [1] ist eher zu niedrig angesetzt. Von den 1942 vorhandenen 50.000 Gebäuden waren 1945 nur noch 24.000 unbeschädigt, 19,4% waren völlig zerstört, 2,8% schwer und 29,8% leicht beschädigt. Von den ehemals 225.000 Wohnungen blieben 44,8% unbeschädigt, 19,5% waren leicht-, 6,2% mittelschwer beschädigt sowie 19,5% zerstört. Dabei ist anzumerken, daß das Ausmaß der Zerstörung des Wohnraumes in Leipzig mit ’nur‘ 25% weit hinter den viel schwereren Zerstörungen in Halberstadt (82%), Dessau (80%), Plauen (75%), Nordhausen (74%), Dresden (60%), Magdeburg (50%), Berlin und Rostock (je 32%) [2] zurückblieb.

Plünderungen und Raubzüge durch die USA-Besatzer

Unter der vom 18.4. bis 1.7.1945 dauernden amerikanischen Militärverwaltung wurde keine wirklich neue Stadtverwaltung eingesetzt. Mit dem Stahlhelmführer Dr. Vierling und dem wegen arbeiterfeindlicher Aktionen berüchtigten ehemaligen Polizeipräsidenten…

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